Ein leeres Wohnzimmer

So schön die Idee, so schwierig die Umsetzung: Geplant war in unserer Mutter-Kind-Einrichtung Refugium ein harmonisches Miteinander von Mamas in ähnlicher Lebenssituation:

Alleinerzieherinnen mit kleinen Kindern, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten haben eine leistbare Wohnung zu finden.

Die Hoffnung war (und ist!), dass sich die Mütter gegenseitig in ihrem Alltag unterstützen und viel Verständnis füreinander aufbringen, da sie sich in einer ähnlichen Lebenslage befinden.

Trotz dieser Ähnlichkeiten existieren jedoch auch enorme Unterschiede unter den Frauen, nicht nur was den kulturellen, familiären, religiösen, gesundheitlichen, finanziellen,… Hintergrund angeht. Jede hat andere Ansichten bezüglich der Erziehung ihrer Kinder. Jede hat ein anderes Lärmempfinden. Und jede hat andere Bedürfnisse in Bezug auf Ruhe und Ordnung.

All diese Unterschiede beherbergen natürlich ein enormes Konfliktpotential und derzeit scheint es die beste Lösung zu sein sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Das gemeinschaftliche Wohnzimmer steht deshalb leider häufig leer. So soll es aber nicht bleiben und wir hoffen sehr, dass sich unsere Bewohnerinnen in Zukunft wieder mehr auf ihre Gemeinsamkeiten konzentrieren, anstatt auf das was trennt. Um das Miteinander zu stärken, bieten wir Angebote, wie zum Beispiel unsere Mutter-Kind-Gruppe oder gemeinsame Aktivitäten. Denn miteinander lebt es sich einfach viel schöner. Davon sind wir überzeugt!

Not und Obdachlosenhilfe

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