30.06. 2016 10:06

Vierköpfige Familie stand plötzlich auf der Straße


Die moldawische Familie B. lebt seit vier Jahren in Wien. Die ersten beiden Jahre konnte sie bei der Schwester von Herrn B. wohnen, dann zog die Familie zur Untermiete zu einem Freund. Herr B. arbeitete bei einer Reinigungsfirma und Frau B. schaffte nach ihrer Karenzzeit den Wiedereinstig in die Arbeitswelt als Zimmermädchen in einem Hotel. Während der 7jährige Sohn M. bereits die Schule besuchte, verbrachte der 2järige Sohn D. die Zeit während seine Mutter arbeitete im Kindergarten.


Die Familie bezahlte regelmäßig ihre Miete an ihren Freund, dieser jedoch nicht an dessen Vermieter weiter. So kam es, dass unerwartet der Gerichtsvollzieher vor der Tür stand und die Familie, da sie in der Gemeindewohnung nicht gemeldet war, delogiert wurde. Hilfesuchend wandte sich ihre Betreuerin vom Jugendamt an uns in der Hoffnung, dass wir eine Unterkunft für die Familie zu haben um dadurch eine Trennung der Kinder von den Eltern zu verhindern. Da wir gerade ein Zimmer frei hatten, konnten wir sie aufnehmen und über einen Zeitraum von etwas mehr als 3 Monaten begleiten, betreuen und unterstützen.

So halfen wir ihnen dabei sich einen Überblick über ihre Schulden zu schaffen, um diese auf längerfristige Sicht regulieren zu können und unterstützen sie bei der Wohnungssuche. Dank intensiver Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ist es uns gemeinsam gelungen eine neue Wohnung für die Familie zu bekommen und somit steht der Familie einem Neustart nichts mehr im Wege.