Die letzten Jahre mit Inflation, Energiekrise, steigenden Mieten und Corona haben das Leben für viele spürbar schwerer gemacht. In Wien kommt es jetzt zusätzlich noch zu massiven Kürzungen im sozialen Bereich. Was auf dem Papier nur Zahlen sind, hat ganz reale Folgen für Menschen.
Wir erleben diese Entwicklung täglich – nicht nur bei MUT selbst, sondern auch im engen Austausch mit anderen sozialen Organisationen. Viele von ihnen erhalten weniger Unterstützung als bisher oder mussten Angebote einschränken, teilweise sogar vollständig einstellen. Betreuung und Versorgung fallen plötzlich weg – oft ohne Übergangsfristen. Das trifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Angehörigen: Eltern von Kindern mit Behinderung, Familien, Alleinerziehende oder Menschen, die ohnehin am Existenzminimum leben.
Auch bei MUT merken wir: Der Bedarf steigt. Immer mehr Menschen wenden sich an uns, weil andere Hilfen wegfallen. Diese Entwicklung stimmt uns sehr nachdenklich. Mindestpensionist:innen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen oder Familien, die weniger Lebensmittelgutscheine erhalten – sie alle brauchen Unterstützung, und zwar jetzt.
Umso dankbarer sind wir, dass der Verein MUT spendenfinanziert arbeitet. Diese Unabhängigkeit ist in Zeiten wie diesen ein großer Vorteil: Wir müssen keine Menschen im Stich lassen, weil Förderungen gestrichen werden. Wir bleiben handlungsfähig – dank Geldspenden, Sachspenden, Mitgliedsbeiträgen und Zeitspenden. Dank der Menschen, die Verantwortung übernehmen und unterstützen.
Diese Unterstützung kommt einer breiten Gruppe zugute und ermöglicht es uns, auch in schwierigen Zeiten da zu sein. Gleichzeitig bereiten wir uns bereits auf weiter steigende Anfragen vor und hoffen, dass das Netzwerk sozialer Organisationen diese herausfordernde Situation gemeinsam auffangen kann.
Unser Dank gilt allen, die das möglich machen. Eure Unterstützung bedeutet nicht nur Hilfe – sie bedeutet Stabilität in einer Zeit, in der vieles ins Wanken gerät. Danke an jede:n Einzelne:n, der uns bei unserer Arbeit unterstützt!