Junge Erwachsene im Austausch über Armut und Gesellschaft 

Was bedeutet Armut eigentlich wirklich? 
Und ab wann würde ich mich selbst als arm empfinden? 

Mit genau diesen Fragen beschäftigten wir uns im Zuge eines Workshops mit 16 jungen Erwachsenen, die gerade am Ende ihres Freiwilligen Sozialen Jahres stehen. Gemeinsam wurde offen über Armut und Obdachlosigkeit gesprochen – über Vorurteile, gesellschaftliche Verantwortung und darüber, wie schnell soziale Sicherheit ins Wanken geraten kann. Dabei entwickelte sich schnell eine lebhafte Diskussion: Wie entsteht Armut? Wer ist besonders betroffen? Und was muss passieren, damit ich mich selbst als arm empfinde? 

Die Antworten der Teilnehmer:innen zeigten, wie nah Armut oft an alltäglichen Sorgen liegt: 

„Wenn ich hungrig sein müsste, weil ich mir nicht ausreichend Essen kaufen kann.“ 
„Wenn ich Angst haben müsste, dass etwas kaputtgeht – zum Beispiel die Waschmaschine – weil ich sie nicht ersetzen kann.“ 
„Wenn ich meine Hobbys aufgeben müsste, weil sie zu teuer sind.“ 
„Wenn ich meine Wunschausbildung oder Weiterbildungen nicht machen könnte.“ 
„Wenn ich meine Familie nicht mehr besuchen könnte, weil die Zugfahrt zu teuer ist.“ 

Für viele Menschen in Österreich sind genau diese Sorgen Realität! 

Auch das Thema Obdachlosigkeit beschäftigte die Gruppe intensiv. Warum versuchen wir als Gesellschaft oft, obdachlose Menschen unsichtbar zu machen? Warum wenden wir uns ab? Woher kommen unsere Vorurteile? Und warum glauben wir so oft besser zu wissen, was Betroffene brauchen, als die Menschen selbst? 

Besonders bewegend war die Frage, warum wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen häufig zuerst über ihre Probleme definieren – und nicht einfach als Menschen wahrnehmen. 

Angebote wie das FSJ und auch unsere Workshops helfen dabei Menschen wieder menschlich zu machen. Viele Teilnehmer:innen erzählten auch von ihren Erfahrungen und davon, was sie in ihrem sozialen Jahr erlebt haben. 

„Ich habe mir die Altenpflege ausgesucht, weil ich keine Großeltern mehr habe. Ich schenke ihnen meine Zeit und sie schenken mir ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung. Auf diese Weise kann ich etwas zurückgeben“, meinte eine Teilnehmerin. 

Ein anderer Teilnehmer berichtete: 
„Ich kann hier in Berufe hineinschnuppern, für die ich sonst eine konkrete Ausbildung bräuchte. Ich darf lernen, ohne die volle Verantwortung tragen zu müssen. Das FSJ unterstützt uns auf jedem Schritt. Es ist immer jemand erreichbar, es gibt Gespräche und Seminare. Ich habe mich ursprünglich als Alternative zum Zivildienst dafür entschieden – und das war genau richtig für mich.“ 

Am Ende waren sich alle einig: Wenn sie die Entscheidung erneut treffen müssten, würden sie sich wieder für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden. 

Wir sind dankbar, so viele engagierte, reflektierte und soziale junge Menschen kennenlernen zu dürfen. Begegnungen wie diese machen Mut und geben Hoffnung, dass die Zukunft unserer Gesellschaft sozialer, inklusiver und menschlicher wird. 

Wir freuen uns schon jetzt auf weitere Workshops in Kooperation mit dem FSJ

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