Familie mit 3 Kindern stand fast auf der Straße

Mitte April meldete sich die Betreuerin der Caritas, die sich über den Winter um die Familie E. gekümmert hat hilfesuchend an uns.

Familie E. kam im Herbst letzten Jahres aus Rumänien zu uns. Die damals hochschwangere Frau wusste nicht, dass sie bereits unter Mutterschutz stand und begann bei einer Wiener Firma zu arbeiten. Unterkunft fand die Familie in einer gemieteten Wohnung, für die sie zwar regelmäßig Miete zahlte, allerdings keinen Mietvertrag ausgehändigt bekam. Dadurch war sie nicht abgesichert und musste plötzlich auf Drängen des Vermieters die Wohnung räumen. Die Winterzeit konnte die mittlerweile fünfköpfige Familie in einer Einrichtung der Caritas wohnen. Doch auch diese Unterkunft war zeitlich begrenzt. Mit 30.4.2015 musste Familie R. mit dem neugeborenen Mädchen eine neue Bleibe haben, da die Caritas sie nicht länger beherbergen konnte. Nach einem Erstgespräch mit einer Dolmetscherin nahmen wir uns der Familie an. Sie zog in unsere Notunterkunft ein und wir betreuten sie dabei die Mindestsicherung zu beantragen, einen Kindergartenplatz für den 3jährigen Sohn zu bekommen, versorgten sie mit Lebensmittelspenden und Lebensmittelgutscheinen und begleiteten sie zu Amtswege, da die Familie kein Deutsch spricht. In enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt versuchten wir eine sofortige Krankenversicherung zu bewirken. Dies war notwendig, weil sich die Mutter in Karenz befand und der Vater, der kein deutsch spricht keine Arbeit fand. Dadurch war es notwendig, insbesondere, weil der zweitjüngste Sohn, David, gesundheitliche Probleme hatte, die sogar Spitalsaufenthalte notwendig machten.

In Wien sofort selbst krankenversichert zu sein ist schwieriger, als man denkt. Man kann sich zwar sofort selbst versichern, der Versicherungsschutz beginnt allerdings erst nachdem man 6 Monate lang in Form der Selbstversicherung die Beiträge gezahlt hat. Da zu der notwendigen sechsmonatigen Versicherungszeit auch die Versicherungszeiten in EU Ländern zählen, versuchten wir ergebnislos über die WGKK den Nachweis für vorhandene Versicherungszeiten in Italien, wo sich die Familie während der letzten Jahre auch aufgehalten hatte, zu erlangen. Aus diesem Grund ermöglichte das Jugendamt, dass die Arztkosten der Kinder von diesem übernommen werden, versichert war allerdings weiterhin kein Familienmitglied.

Gruppenbild unserer Frauen des "MUT Frauencafe" Text: Wir schaffen Räume für Frauen. 365 Tage im Jahr
Familienhilfe

Unterstützung für Frauen – das ganze Jahr 

Ein Tag reicht nicht!   Nicht für Gleichberechtigung.  Nicht für echte Unterstützung.  Und nicht für all das, was Frauen jeden Tag leisten.   Am Internationaler Frauentag lesen wir viele richtige Sätze: über Care-Arbeit, über Unsichtbarkeit, über systemrelevante Berufe. Doch jenseits dieser großen gesellschaftlichen Themen geht es auch um etwas sehr Konkretes: um Räume, in denen Frauen sich begegnen, austauschen und gegenseitig stärken können.   Genau solche Räume schaffen wir im Verein MUT -für Begegnung, Unterstützung und gemeinsames Wachstum.   Frauen für Frauen & Netzwerk „Du bist wundervoll“  Hier treffen Frauen aufeinander, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig. In regelmäßigen Vernetzungstreffen, Workshops

Lebensmittelhilfe

Gemeinsam gegen Hunger und Verschwendung 

Wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, wird jeder Einkauf zur Herausforderung.  In unserem Gratis-Sozial-Greissler versorgen wir durchschnittlich 270 Menschen in akuten

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Lyrikabend mit Schmäh und Poesie 

Am Do, 26.2.2025 ab 19 Uhr wird’s literarisch und unterhaltsam in unserem MUT-Vereinszentrum in der Rechten Wienzeile 37, 1040 Wien!  Der preisgekrönte Wiener Dichter Bernd

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Soziale Gerechtigkeit klingt groß. Bei MUT heißt das: volle Kühlschränke, ein Dach über dem Kopf und Würde.  Am Welttag der sozialen Gerechtigkeit möchten wir daran