MUT Kinder- und Familienhilfe – Familie, wenn Familie fehlt!  

Familie sollte ein Ort sein, wo man sich wohlfühlt. Wo man so sein kann, wie man ist und wo man Unterstützung erhält, wenn es einem nicht gut geht. Doch oft kann die Ursprungsfamilie genau das nicht bieten, aus verschiedenen Gründen.   

Hier kommen dann – im Idealfall – Menschen ins Spiel, die Familien-Aufgaben übernehmen und genau die Hilfe geben, die gebraucht wird. Drei solche Personen sind Anna, Tamara und Claudia, Mitarbeiter:innen in unserer MUT Kinder- und Familienhilfe.  

“Als Sozialarbeiterin ist es wichtig, emotionale Distanz zu wahren. Aber wenn Frauen bis zu einem Jahr bei uns im Refugium leben, bin ich natürlich auch eine Bezugsperson und erfülle sicher auch Funktionen, die in einer intakten Familie ein Familienmitglied übernimmt.”, erzählt Anna, die unsere Mutter-Kind Einrichtung Refugium leitet und die Mamas dort sozialarbeiterisch und auch sozialpädagogisch betreut.    

“Ich bin für einige Mütter wie eine Mama, das bekomme ich schon öfters gesagt.”, erzählt Claudia. Sie ist die Organisatorin im Tante Nele Laden, wo Alleinerziehende und Familien in Not wöchentliche Hilfspakete bekommen. Aber nicht nur das: “Viele Muttis öffnen sich mir gegenüber und erzählen mir ihr Leid. Auch wenn ich nicht immer was tun kann, so tut es ihnen doch gut, darüber reden zu können – und ich finde auch immer tröstende Worte, oder eine Umarmung.”   

Unterstützung auf dem Weg zur Stabilität und zu selbstbestimmtem Handeln  

Die MUT Kinder- und Familienhilfe baut auf dem Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Mamas werden so lange unterstützt, bis sie wieder selbstständig und autonom ihr Leben mit den Kindern leben können. Vergleichbar ist das tatsächlich mit dem Sprichwort „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“. Oder wie Tamara ihre Tätigkeit beschreibt: „Mein Ansinnen ist es auf jeden Fall, die Frauen rundum zu stärken (finanziell, emotional und persönlich), damit sie erhobenen Hauptes unsere Einrichtungen verlassen, also die Frauen und ihre Kinder auf ihrem Weg in ein stabiles, selbstbestimmtes Leben zu unterstützen- mit dem Vertrauen in sich selbst, in ihre Kinder und in ihre Zukunft. Ich möchte sie nicht nur stabilisieren, sondern so weit stärken, dass sie wieder an ihre Träume glauben und diese verwirklichen können.“ Tamara ist für das Projektcontrolling, die Qualitätssicherung und das Fördermanagement im Bereich der MUT-Wohnhilfe zuständig, sie organisiert auch weitere Angebote für die Frauen.  

Die  MUT-Wohnhilfe besteht aus der Mutter-Kind-Einrichtung Refugium sowie vierzehn Start-up Wohnungen, die die letzte Station vieler Mamas vor ihrem Wiedereinstieg in ein komplett autonomes Leben und Wohnen sind.  

Familie ist, wo Liebe ist. Familie ist aber auch, wo Hilfe und Unterstützung wartet, wenn es nicht gut läuft. Deshalb gibt es vom Verein MUT am Tag der Familie ein Hoch auf alle Tamaras, Annas und Claudias in dieser Welt. Also auf diejenigen Menschen, die die Funktion eines Familienmitglieds übernehmen, obwohl sie nicht biologische Familie sind.  

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