Sex ist nach wie vor ein Tabuthema unserer Gesellschaft – Sex zwischen marginalisierten Menschen ist etwas, worüber die meisten noch nicht einmal nachgedacht haben.
Auch für die Organisationen, die mit marginalisierten Menschen arbeiten, ist der Zugang zu diesem Thema schwierig. Aus dem Wunsch heraus unangenehme Situationen zu vermeiden, werden die Geschlechter oft sehr strikt voneinander getrennt. Doch dadurch werden die Leute auch ihrer einzigen Möglichkeit auf intime Privatsphäre beraubt.
Was zwischenmenschliche Beziehungen und Bindungen stärken soll, ist oft mit Sorgen behaftet. Gedanken an ungewollte Schwangerschaften oder die Angst vor einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten üben emotionalen Druck aus. Gerade die Möglichkeit einer ungewollten Schwangerschaft empfinden viele obdach- oder wohnungslose Frauen als existenzgefährdend.
Doch Verhütungsmittel zu bekommen ist für marginalisierte Menschen nicht einfach. Sie sind oft ein Luxusgut, das kaum finanzierbar ist. Der Verein MUT wird oft mit Nachfragen nach Kondomen konfrontiert. Dies hat uns dazu veranlasst, uns mit diesem Thema genauer auseinander zu setzen.
Als ersten Schritt haben wir sofort unsere beliebten Hygienetaschen für Männer und Frauen zusätzlich auch mit je 3-4 Kondomen bestückt. Den Startschuss dazu konnten wir dank der großzügigen Spende von nachhaltig produzierten Kondomen der Firmen Mein-Kondom, einhorn und Glyde setzen! Insgesamt 1.200 Kondome können dadurch ihren Weg in unsere Hygienetaschen finden. Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich für diese wichtigen Spenden!
Dadurch bekommen marginalisierte Menschen einen Teil ihrer Selbstbestimmtheit zurück. Gleichzeitig helfen wir dabei, eine gesunde Beziehung zwischen Pärchen zu schaffen, ohne Sorgen und Ängste im Hinterkopf.
Jeder Mensch hat das Recht auf Sexualität, Sicherheit und Schutz!
Frohe Ostern!
Wir wünschen frohe und erholsame Osterfeiertage – mit viel Zeit für Familie, schönen Momenten und ganz viel Gemeinschaft. Gemeinschaft spüren, gemeinsam lachen und einfach eine gute Zeit miteinander verbringen – genau das stand auch bei uns zu Ostern im Mittelpunkt. Zusammen mit den Bewohnerinnen und ihren Kindern aus unserer Kinder- und Familienhilfe haben wir sowohl in unserer Mutter-Kind-Einrichtung “Refugium” als auch den Start-Up-Wohnungen am Neubaugürtel jeweils ein buntes Fest gefeiert. Jede konnte etwas mitbringen – und so entstand ein vielfältiges Buffet mit Speisen aus unterschiedlichsten Kulturen und ganz viel gelebtem Miteinander. Für die Kinder war es eine besonders schöne Zeit: Es wurde gebastelt, gemalt und mit viel Freude Ostereier aus Karton gestaltet. Es wurde gelacht, gespielt und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genossen. “Was mich in solchen multikulturellen und mehrsprachigen Kontexten immer wieder erstaunt, ist, wie sich Sprache anpasst und zu einer Brücke wird, die direkt ins Herz führt. Die Kinder,