Obdachlosigkeit und Menstruation 

In Österreich sind geschätzt 20.000 Menschen obdachlos, ein Drittel davon Frauen. Die Dunkelziffer ist hoch, viele Frauen leben in verdeckter Obdachlosigkeit, kommen bei Bekannten unter oder begeben sich in problematische Beziehungen, um nicht auf der Straße zu landen.  

Menstruation findet immer und überall statt – egal ob man eine Wohnung hat oder auf der Straße lebt. Ohne Toilette, Privatsphäre und die richtigen Produkte ist die Periode jedoch noch mal eine ganze Nummer schwieriger als sonst vielleicht auch schon unter normalen Umständen. 
Etwa mehrere Tausend Euro geben Frauen in ihrem Leben für Monats-Hygieneprodukte und ggf. Schmerzmittel für diese Zeit aus. Viele obdachlose Frauen können sich das nicht leisten und greifen stattdessen zu Zeitungen, Socken oder Taschentüchern. Wenn ein Tampon oder eine Binde den ganzen Tag benutzt wird, bilden sich Keime und Bakterien, die zu Pilzen und Infektionen und letztendlich sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Aber nicht nur gesundheitliche Risiken stehen für Betroffene an der Tagesordnung. Privatsphäre beim Wechseln der Hygieneartikel ist außerhalb von sozialen Einrichtungen kaum gegeben.

„Als Frau bist du immer Opfer. Es müssen dir nur die falschen Typen über den Weg laufen, die gerade schnallen, dass du allein bist. Du bist halt einfach präsent und deswegen benutzbar. So auf die Art: Man kann’s ja mal probieren. Die Leute haben tatsächlich abgepasst: Jetzt müsste sie ja pinkeln gehen, gehen wir mal hinterher. Wenn solche Männer sehen, dass du deine Hose unten hast, was machst du dann? Wenn dich jemand vergewaltigt, wie erklärst du, warum deine Hose unten war? Man muss vorsichtig sein.“

Auch mehr zugängliche Arztpraxen und eine niedrigschwellige gynäkologische Versorgung wären wichtig.

„Viele Frauen hatten schlechte Erfahrungen in Krankenhäusern. Wer über Jahre Gewalt erlebt hat, lässt sich vom Gynäkologen vielleicht nicht unbedingt Instrumente einführen, will sich gar nicht erst ausziehen und untersuchen lassen. Wer nicht krankenversichert ist, wird nicht von jedem Facharzt behandelt.",

Deshalb bleiben Entzündungen und Erkrankungen leider oft lange unbehandelt. 

Tampons und Binden dürfen kein Luxus sein – sie sind im Alltag vieler eine Notwendigkeit. Oft werden spezifische Bedürfnisse von menstruierenden Menschen aber schlichtweg vergessen oder gar nicht erst beachtet. Es ist in vielen Köpfen nicht präsent, dass Menschen auf der Straße neben Essen und Unterkunft noch viele weitere Sorgen und Ängste haben. Und die Menstruation ist eine davon! 

Aus diesem Grund geben wir nicht nur über unseren Gratis-Sozial-Greissler kostenlos Monats-Hygieneartikel aus, sie sind auch in unseren Hygienetaschen enthalten, die wir speziell an obdachlose Mitmenschen verschenken und auch an andere soziale Organisationen für deren Klient:innen weitergeben. Auch die Rote Box der Stadt Wien ist bei uns erhältlich. Für die Gutscheine bekommt man in teilnehmenden BIPA-Filialen kostenlos Binden und Tampons.

Eine inklusive Musikgruppe spielt gemeinsam: Mehrere Menschen sitzen und stehen zusammen, einige trommeln auf Djemben, andere spielen Gitarre oder ein traditionelles Saiteninstrument. Die Gruppe wirkt konzentriert und gleichzeitig fröhlich. Im Vordergrund steht der Schriftzug „Einfach GEMEINSAM Musik machen!“.
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Ein Tag reicht nicht!   Nicht für Gleichberechtigung.  Nicht für echte Unterstützung.  Und nicht für all das, was Frauen jeden Tag leisten.   Am Internationaler Frauentag lesen wir viele richtige Sätze: über Care-Arbeit, über Unsichtbarkeit, über systemrelevante Berufe. Doch jenseits dieser großen gesellschaftlichen Themen geht es auch um etwas sehr Konkretes: um Räume, in denen Frauen sich begegnen, austauschen und gegenseitig stärken können.   Genau solche Räume schaffen wir im Verein MUT -für Begegnung, Unterstützung und gemeinsames Wachstum.   Frauen für Frauen & Netzwerk „Du bist wundervoll“  Hier treffen Frauen aufeinander, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig. In regelmäßigen Vernetzungstreffen, Workshops