Reittherapie gibt Kindern mehr Selbstvertrauen und Körpergefühl 

Ganz selbstverständlich gehen Linus (8), Kilian (7) und Eliana (10) zum Spint, holen Striegel, Bürsten und allerlei Pflegezubehör. Ein paar Meter weiter warten schon Alma, eine gutmütige Ü30-Stute und Reittherapeutin Katrin Bodendorfer. „Diese ähnliche, gleichförmige Bewegung ist immer der Start in der Reittherapiestunde, das holt die Kinder runter. Und es ist auch ein wichtiger Start für den Kontaktaufbau zum Pferd.”, erklärt Katrin. Sie ist gemeinsam mit ihrem Mann Mario die Gründerin und Betreiberin des Vereins Equi Novum in Maria Anzbach, wo sie unter anderem Reittherapien anbietet.  

Eine Reittherapie erweist sich immer mehr als besonders wertvolle Unterstützung für Kinder, die mit Beeinträchtigungen zu kämpfen haben. Die drei Kinder der Alleinerziehenden Emily haben die Diagnosen ADHS, die Buben zusätzlich Autismus und einer Epilepsie. Der Verein MUT übernimmt die Kosten von jeweils 10 Stunden Reittherapie pro Kind. “Ich bin wirklich sehr sehr dankbar, 30 Einheiten sind wirklich eine Riesenunterstützung für uns.”, so die dreifache Mama. Wie macht sich die Reittherapie bei den Kindern bemerkbar? “Es ist positiv für ihr Körpergefühl, sie spüren sich mehr und es gibt ihnen mehr Selbstbewusstsein. Und sie sind einfach ruhiger!”, so Emily weiter.  

30.000 Euro für Reittherapien budgetiert 

Trotz ihrer erwiesenen Benefits, besonders für Kinder mit Beeinträchtigungen, werden Reittherapien nicht von der Krankenkassa übernommen. “Wir springen hier ein. Uns wird so viel Gutes von den Eltern und Kindern rückgemeldet, weshalb wir für 2026 mindestens 30.000 Euro für die Übernahme von Reittherapie-Kosten budgetiert haben. Wir bekommen sehr viele Anfragen.  Im Vorjahr, also 2025 haben wir 20.000 Euro für mehr als 50 Kinder und Reittherapien übernommen.”, sagt Thomas, der Finanzvorstand vom Verein MUT.  

Mittlerweile haben Linus, Kilian und Eliana gemeinsam mit Katrin Alma den Voltigiergurt angelegt und Kilian führt die Stute ganz selbstbewusst ins Freie und Richtung Reitplatz. Dort vollführt Eliana wahre Kunststücke. Sie steht am Rücken von Alma. Und auch die Buben fühlen sich auf Alma sichtlich wohl. 

Mario und Katrin sind immer beim Pferd und bei den Kindern. „Wir sichern gut ab und Voltigieren passiert immer ohne Helm, weil es ist Turnen am Pferd und ein Helm schränkt Bewegungs- und Sichtfreiheit sehr sein.“, entgegnet Katrin auf den Hinweis bzw. die Frage von uns, warum die Kinder denn keinen Helm tragen. 

Nach ihrem Kunststück am Pferd ist Eliana sichtlich stolz, wie ihr Gesichtsausdruck verrät. “Eliana hat auch Rheuma und die Bewegungen des Pferdes sind hier sehr heilsam.”, erklärt Mama Emily.  

Doch was ist es genau, dass Therapien am und mit Pferd so heilsam und wertvoll macht? Reittherapeutin Katrin dazu: “Ein Pferd wertet nicht. Die Bewegungen des Pferdes sprechen das Kognitive an, also die Motorik bedingt die kognitiven Ebenen, die erst ein Lernen ermöglichen. Die Kinder bekommen durch die Arbeit mit und am Pferd Sicherheit und Selbstvertrauen.”  

Wir freuen uns sehr, dass wir so viele Kinder mit Reittherapien unterstützen können und ihnen und ihren Familien damit mehr Wohlbefinden und Selbstvertrauen schenken können.  

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Wir wünschen frohe und erholsame Osterfeiertage – mit viel Zeit für Familie, schönen Momenten und ganz viel Gemeinschaft.   Gemeinschaft spüren, gemeinsam lachen und einfach eine gute Zeit miteinander verbringen – genau das stand auch bei uns zu Ostern im Mittelpunkt.  Zusammen mit den Bewohnerinnen und ihren Kindern aus unserer Kinder- und Familienhilfe haben wir sowohl in unserer Mutter-Kind-Einrichtung “Refugium” als auch den Start-Up-Wohnungen am Neubaugürtel jeweils ein buntes Fest gefeiert. Jede konnte etwas mitbringen – und so entstand ein vielfältiges Buffet mit Speisen aus unterschiedlichsten Kulturen und ganz viel gelebtem Miteinander.  Für die Kinder war es eine besonders schöne Zeit: Es wurde gebastelt, gemalt und mit viel Freude Ostereier aus Karton gestaltet. Es wurde gelacht, gespielt und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genossen.  “Was mich in solchen multikulturellen und mehrsprachigen Kontexten immer wieder erstaunt, ist, wie sich Sprache anpasst und zu einer Brücke wird, die direkt ins Herz führt. Die Kinder,