Frischgepflanzte Obstbaumreihen, dazwischen Sträucher und Pflanzen, darunter auch viele exotische Arten wie die kanadische Felsenbirne oder die Indianer-Banane. “Wir wollen einen zukunftsweisenden Inspirationsgarten kultivieren, wo die junge Generation Natur erleben kann”, erklärt Michi, der gemeinsam mit Christian für den Verein MUT das Projekt Stadt.Land.MUT im Mostviertel betreut. Die vergangenen fünf Jahre wurde im Zuge des Projekts im Marchfeld auf 2.000 m2 frisches Bio-Gemüse und Bio-Kräuter angebaut. Bis zu 4.000 kg konnten pro Jahr geerntet werden. Die Ernte ging kostenfrei direkt und frisch an armutsbetroffene Menschen. Also an diejenigen, die sich nahrhaftes Bio Gemüse nicht leisten können.
Nun stehen durch Kooperationen mit zwei Landwirten rund 10 ha zur Verfügung. Und in bewährter Weise werden auch am neuen Standort Kohlgewächse, Zwiebel, Karotten, Sellerie, Kartoffel, Tomaten, Kürbissen, Zucchini, Wasser- und Zuckermelonen angebaut. Gemüsesorten die bei den Klient:innen im Gratis-Sozial-Greissler und Tante Nele Laden sehr gut ankommen.
Der Anbau passiert gemeinsam mit dem Jungbauern Andreas Hechtl, der gemeinsam mit uns als Verein in den Gemüseanbau startet.
“Gute und gesunde Balance zwischen Natürlichkeit und Kultivierung”
Zusätzlich zum klassischen Gemüseanbau bietet das weitläufige Gelände nun aber auch die Möglichkeit für innovative Bewirtschaftung, die von natürlicher Biodiversität lebt und besonders für Kinder ein Erlebnis-Natur-Ort werden soll.
“Wir gestalten den Inspirationsgarten mit den vielen verschiedenen Pflanzenarten als ein zukunftsweisendes Natursystem, von dem alle profitieren. Die Pflanzen voneinander, indem sie sich z.B. Schatten und Schutz geben, und zusätzlich wollen wir der jungen Generation auch einen Zugang zur Natur bieten. Wir wollen hier eine gesunde Balance zwischen Natürlichkeit und Kultivierung aufzeigen und vorleben!”, erklären Michi Bergmann und Christian Fostel, die das Projekt vor Ort für den Verein MUT betreuen.
Unterstützung erhält der Verein hier auch vom Bio-Landwirt Ernst Fuchs, einem Pionier der Kompostwirtschaft und wertvollen Partner für das Projekt.
Natur erleben im Fokus
Das Naturerlebnis für Kinder machen 21 Hühner, 13 freilaufende Hasen, fünf Meerschweinchen, zwei Laufenten, vier Norikerpferde, ein Hund und eine Katze komplett.
“Unser Projekt soll sich zu einem Natur-Erlebnis-Bauernhof entwickeln, wo Kinder Natur erfahren und im Kleinen gesund, klima- und umweltbewusst bewirtschaftet und gelebt wird.”, erklärt Michi die Vision des neuen Natur-Orts des Vereins.