PRAFIURET – Bella Ciao! It’s time to say GOODBYE

Ein auslaufender Pachtvertrag und ein verheerender Brand beendeten eine wunderschöne und inspiririerende Zeit.



10 Jahre ist es nun her, dass wir Prafiuret gefunden haben und diesen bezaubernden Landstrich für unsere Zwecke nutzen konnten. Prafiuret ist der Name eines alten und verlassenen Dorfes, das am Fuße des piemontesischen Berges Monte Sapea im
Val´Arma in der Kommune Cuneo, Italien liegt.


Unsere italienische Vereinsniederlassung bestand aus einem großen Holzblockhaus, das auf 1100m über 360m² Nutzfläche für uns und unsere Gäste verfügbar machte. Das alte Steindorf gehörte, wie ein kleineres Nebengebäude und eine Almhütte 600 Höhenmeter weiter oben am Berg, zum 35ha großen, gepachteten Anwesen.


Schon im ersten Jahr wurde die strahlende, unberührte Natur rund um das Holzblockhaus genutzt, um eine 100m² große Gartenfläche urbar zu machen, um zukünftige ProjektteilnehmerInnen mit Selbstgeerntetem versorgen zu können. Der Garten wurde Jahr für Jahr vergrößert und liebevoll bewirtschaftet.


Über die Jahre konnten wir auf dem nahezu unberührten alpinen Gelände viele Menschen, die in eine Notsituation geraten waren, begrüßen.
Die Abgeschiedenheit dieses Naturjuwels bescherte vielen Menschen glückliche Stunden, in denen Alltagsprobleme plötzlich als verschwindend klein beurteilt und immer wieder durch neue Inputs auch neue Lösungsstrategien geschaffen wurden.


Die glasklaren Gebirgsbäche, die nur wenige Fußminuten vom Haus entfernt sich ihren Weg ins Tal suchen und das Haus mit Leitungswasser speisten und die wunderschöne Artenvielfalt brachten Jahr für Jahr

 neue Menschen zum Staunen und machten jeden Aufenthalt in Prafiuret zu einem unvergesslichen Erlebnis.


2010 startete nach zahlreichen Re- novierungsmaßnahmen und der Fertig- stellung der Biokläranlage das erste Projekt „Happy Kids“ mit Kindern, die in Österreich wegen prekären Situationen in betreute Wohneinrichtungen untergebracht worden waren.
Es folgten die Naturferien, ebenfalls für Kinder und die Holzprojektwoche. Insgesamt durften wir in unserem ersten Projektjahr in Prafiuret 66 Menschen, Groß und Klein, begrüßen.


2014 konnten wir erstmals das von der EU geförderte Erasmus+ Projekt in Prafiuret umsetzen. Ziel war es, jungen Erwachsenen mit erhöhtem Förderbedarf ein Arbeitspraktikum im Bereich der Landschaftspflege im Ausland zu ermöglichen. 

Bis 2018 organisierten wir 7 Erasmus+ Projekte.


Insgesamt konnten wir in 8 Projektjahren rund 360 hilfsbedürftigen Menschen einen Aufenthalt in Prafiuret ermöglichen.


Im April 2018 mussten wir schweren Herzens eine Entscheidung fällen: Der Pachtvertrag lief aus. Als einzige Möglichkeit Prafiuret weiter bespielen zu können, blieb der Kauf, gegen den wir uns aussprachen.
Das letzte Erasmus+ Projekt startete im September und war bis Mitte Oktober geplant.


Aufgrund eines noch ungeklärten Unfalls kam es am Vormittag des 27. Septembers im 2. Obergeschoss des Holzblockhauses zu einem Brand.
Wegen der schwierigen Infrastruktur und des fehlenden Löschwassers konnte sich das Feuer weiter nach unten ausbreiten und das Haus brannte schlussendlich mit allen sich darin befindlichen materiellen Gütern bis auf die Grundmauern ab.
Am nächsten Tag wurde das Erasmus+ Projekt unterbrochen, die TeilnehmerInnen und BetreuerInnen traten geschockt die Heimreise an.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Doch der Schock, vor allem bei den BetreuerInnen, die bis zum Äußersten gegangen waren, um das liebgewonnene Haus zu retten, sitzt tief.


Aufgrund der rauen alpinen Gegend waren wir es durchaus gewohnt, dass Prafiuret uns herausforderte. Von Waldbränden, über Traktor-Abstürze bis hin zu verstopften Leitungen, lecke Dachstellen oder Kesselofen-Probleme: Wir haben schon viele Abenteuer bewältigt.
Umso tiefer sitzt die Erkenntnis, dass manche Dinge nicht umkehrbar sind.


Was bleibt vom Haus sind Schutt und Asche. Und sehr viele Erinnerungen von vielen unterschiedlichen Menschen, die das Erlebte in Prafiuret in ihren Herzen hinaus in die Welt tragen.


Eine inklusive Musikgruppe spielt gemeinsam: Mehrere Menschen sitzen und stehen zusammen, einige trommeln auf Djemben, andere spielen Gitarre oder ein traditionelles Saiteninstrument. Die Gruppe wirkt konzentriert und gleichzeitig fröhlich. Im Vordergrund steht der Schriftzug „Einfach GEMEINSAM Musik machen!“.
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Wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, wird jeder Einkauf zur Herausforderung.  In unserem Gratis-Sozial-Greissler versorgen wir durchschnittlich 270 Menschen in akuten