Erfahrungsbericht meiner „Yes We Care!“ Obdachlosentour


Ich war am 8.11.17 abends, zusammen mit Alex Maier & seinem Hund Aaron in Zuge seines engagierten Projekt – „Yes We Care!“ das vom „Verein M.U.T.“ mitgetragen und unterstützt wird – unterwegs zu den Obdachlosen Wiens, um Kleider & Hygienespenden zu verteilen.

Es ist kalt, feucht, windig und es ist spürbar: der Winter kommt in großen Schritten.
Uns ist schon nach 10 Minuten Stehen deutlich kühler und das zu verteilende Gewand ist schon klamm-feucht. Wie geht es wohl Menschen, die den größten Teil ihrer Zeit auf der Straße leben?

Diesen Winter nimmt das Projekt „Yes We Care!“ zum Anlass wohnungslose Menschen in Wien noch mehr – v.a. mit Sachspenden oder Hygienepaketen – zu unterstützen.
Die gesammelten Kleiderspenden werden nach der Sortierung z.B. in Hosen, Pullis, Jacken, Hauben, Unterwäsche, Schuhe vor Ort an die Hotspots gebracht.
Zeitgleich schenkt auch der Canisibus wärmende Suppen aus.

Der Ablauf – zuerst Essen, dann Kleiderausgabe – hat sich bewährt.   Auch dieses Mal.

Während die Menschen sich sammeln, anstellen und essen, läuft Aaron herum.
Er ist immer ein Heartopener, wenn Menschen zusammenkommen und macht keine Unterschiede. Manche mag er, andere nicht so. Aber unabhängig ob obdachlos, reich, arm… immer wieder inspirierend und schön, Tiere zu beobachten.

Für mich ist er auch schon eine Art Maskottchen – ein Glücksbringer – geworden, das immer gern gesehen ist, Freude und eben ein wenig Glück im Moment schenkt.

Jeder reißt sich um Aaron, manche geben bzw. wollen ihm sogar ihre Suppe oder das Brot überlassen – ohne sich etwas nach zu holen. Das ich dann aber gern für sie mache. JedeR soll satt von hier weggehen.
Andere lernen ihm Kunststückchen wie „Pfote geben“. Und in Aussicht auf eine Suppe lernt er innerhalb von 1 Minute, was von ihm verlangt wird. Die Herzen sind also schnell erobert und er öffnet auch uns dadurch ganz leicht eine Türe.

Das ist wirklich erstaunlich, dass es Menschen gibt, die so gut wie nichts besitzen und selbstverständlich teilen. Ich finde das – besonders in diesen kalten Zeiten – sehr berührend zu beobachten.

Es gibt auch welche, die sich Berge an Kleidung unter den Nagel reißen wollen.
Wie immer und überall sind sich Menschen und wie sie sich verhalten, ähnlicher als sie vielleicht denken. Und auf freundliche Anregung durch uns, dass andere auch noch Kleidungsstücke brauchen könnten, sofort einiges auch wieder zurück legen.
Somit finden alle etwas Warmes zum Mitnehmen an diesem Abend.

Nur Schuhe fehlen leider – wie so oft – auch heute.
Diese sind anscheinend Mangelware.
Dabei könnte sie gerade ein älterer Mann benötigen.
Er kommt zwar mit dicken Socken, aber OHNE SCHUHE!!!
Und das bei knapp über Null Grad und leichtem Regen.

Das berührt mich wirklich.
Es stimmt mich nachdenklich und lässt mich ein wenig planlos zurück.

Ich muss feststellen, dass mein Herz noch immer einen großen Sozialarbeiterin-Anteil hat.
Es spürt sich für mich richtig an, etwas für das Gemeinwohl beizutragen.

Für mich heißt das: immer wieder Sachspenden zu geben oder meine Zeit zB. beim Kochen mit Obdachlosen im Sommer oder für eine Fahrt mit dem Auto im Winter, um Kleiderspenden zu verteilen. Nebenbei auch ein wenig mit den Menschen zu reden. Das alles tut mir nicht weh! Im Gegenteil: ich freue mich, einen minimalen Beitrag leisten zu können.

Ich habe meinen Schritt nicht bereut und freu mich schon aufs nächste Mal.

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